Monatsarchiv: Januar 2013

Wintergartenbau nach ökologischen Gesichtspunkten

In Zeiten, in denen immer mehr auf Energieeffizienz und auf die Schonung der Umwelt geachtet wird, ist es nötig, auch beim Bau eines Wintergartens auf ökologische Gesichtspunkte zu achten. Dies führt zu niedrigen Energiekosten und ist gut für die Umwelt. Im folgenden Text werden einige Aspekte behandelt, die beim Bau eines ökologischen Wintergartens beachtet werden sollten.

Ein grundlegender Aspekt der Ökologie ist Wahl des richtigen Materials für den Wintergarten. Grundsätzlich können beim Bau von Wintergärten Materialien wie Holz, Kunststoff und Aluminium verwendet werden. Da Kunststoff und Aluminium bei der Herstellung sehr viel Energie benötigen, ist ihre Verwendung ökologisch nicht sinnvoll.

Das Material, das für einen ökologisch gestalteten Wintergarten wahrscheinlich am besten ist, ist Holz aus heimischen Wäldern. Holz ist für ökologische Wintergärten sehr geeignet, da es ein nachwachsender Rohstoff ist und sehr gute Werte hinsichtlich der Wärmedämmung besitzt. Außerdem sorgt Holz für eine warme und wohnliche Atmosphäre in Wintergärten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim ökologischen Bau von Wintergärten ist das Heizungssystem. Da in der Winterzeit die Sonnenscheindauer kürzer ist und der Himmel öfter von Wolken bedeckt ist, als im Sommer und der Wintergarten somit nicht allein durch die Sonnenenergie frostfrei gehalten werden kann, ist schon bei der Planung des Wintergartens die Heizung zu berücksichtigen. Ökologische und sparsame Klimatisierungssysteme für Wintergärten sind Wärmepumpen. Ihr größter Vorteil ist wohl, dass sie keine fossilen Brennstoffe benötigen. Sie beziehen ca. 2/3 der erforderlichen Heizenergie aus der Umwelt. Nur 1/3 ihrer Energie wird für den Antrieb benötigt und muss aus der Steckdose kommen. Ein weiterer Vorteil von Wärmepumpen ist, dass sie die Raumtemperatur selbst regulieren können.

Bei der Verglasung von Wintergärten ist darauf zu achten, gut isolierendes Glas zu verwenden, damit die Wärme länger im Raum gespeichert werden kann und schwerer nach außen gelangen kann.

Ein Wintergarten auf dem Garagendach?

Wer einen Wintergarten auf sein Garagendach bauen möchte, kommt leicht in die Verlegenheit, selbst anzupacken. Selbstbausätze sind günstiger als fertig Montiertes, da ließen sich die Montagekosten doch sparen. Dabei machen die oft nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus, und zudem ist das Risiko nicht unerheblich. Wenn die dazu nötigen handwerklichen Fähigkeiten nicht ausreichen, kann das schnell zu einem Albtraum werden. Bei der Selbstmontage erlöschen sämtliche Garantieansprüche, die Schadensersatz gewährleisten, wenn fehlerhaft montiert worden ist. Nur die Gewährleistung für die Qualität des gelieferten Materials bleibt erhalten.

Auch der Wintergarten auf dem Garagendach muss genehmigt sein, weil auch durch ihn wie durch jeden anderen Anbau die Wohnfläche erweitert wird. In manchen Bundesländern ist er allerdings genehmigungsfrei, wenn die Fläche nicht größer wird als 30 m². Liegt die Wohnraumerweiterung nicht mehr innerhalb der Baugrenze, ist es eventuell sogar nötig, eine Befreiung von den im Bebauungsplan festgeschriebenen Planungen zu erwirken. Da gerät man leicht in den Wirrwarr der Zuständigkeiten zwischen der Gemeinde und dem Landratsamt.

Auch sollten die statischen Voraussetzungen geprüft werden, bevor das Garagendach, und wer weiß, was noch irreparablen Schaden nimmt. Wenn es mit der Dachbegrünung nicht getan ist, die ja auch ein beträchtliches Gewicht haben kann, wenn man das gespeicherte Regenwasser und die Schneelast noch dazu rechnet, kann es schwierig werden. Ein Wintergarten auf dem Garagendach bedarf der genauen Kalkulation und einer sorgfältigen Planung.

Selbst eine Terrasse hat ja schon ihr eigenes Gewicht, wenn dann Personen darauf stehen, sitzen oder liegen, muss sichergestellt sein, dass sie sich dort gefahrlos aufhalten können. Kommen dann noch Aufbauten hinzu – Glaswände, Türen aus Holz oder Aluminium und noch ein Dach, sollte ganz sicher sein, dass die Garage das auch aushält. Selbstbausätze für den Wintergartenbau gibt es freilich für alle möglichen Verwendungszwecke, für die Terrasse, für das Dach und für den noch zu verglasenden Balkon.

Bild: Wintergarten-Ratgeber.de

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Fußbodenisolierung im Wintergarten

Der Wintergarten ist in der Regel direkt an das Haus angebaut und ist aus diesem Grund ein Teil der Wohnfläche und als solche auch auszuweisen. Dies gilt allerdings nur für Wintergärten, die aufgrund ihrer Bauweise keine vollständige und isolierende Abtrennung zum eigentlichen Haus besitzen. In diesem Fall können Wintergärten ebenso Nutzraum sein.

Doch in der Regel macht es Sinn, den Wintergarten in die Wohnraumfläche mit einzubeziehen und entsprechend zu gestalten. Das beginnt schon bei der Fundamentlegung. Da normalerweise kein Mauerwerk errichtet wird, kann eine durchgehende Fundamentplatte gegossen werden, deren Einschalung die Maße vorgibt, auf denen später der Rahmen des Wintergartens aufgebaut wird. Um zu verhindern, dass sich unter dem Fundament Stauwasser bildet, kann ein Bett aus Rollkies die Grundlage bilden.

Nach dem Aushärten der betonierten Fundamentplatte erfolgt das Auslegen einer wasserabweisenden Folie, die wiederum die Grundlage für die eigentliche Bodenisolierung ist. Vorher erfolgt aber das Mauern der Fensterbank, einer kleinen Mauer zur Befestigung der Rahmenelemente.

Zur Isolierung haben sich Platten aus Styrodur bewährt, die bis an die Fensterbank ausgelegt werden und auch außen am Fundament angebracht werden. Auf die Styrodurplatten kommt wiederum eine Folie und auf diese der Estrich, eine dünnere Schicht Beton, der zur größeren Stabilität mit einer Baustahlmatte versehen werden kann.

In den Estrich werden zudem die notwendigen Versorgungsleitungen für Strom, Heizung und Wasser verlegt. Die vor dem Estrich ausgelegte Folie sollte so dimensioniert sein, dass sie über die Fensterbank hinausreicht. Sie bildet gleichzeitig eine Dampfsperre.

Auf den Estrich können nun unterschiedliche Bödenbeläge angebracht werden. Für einen Wintergarten haben sich Fliesen bewährt. Aber auch Parkett oder Laminat ist möglich. Am äußeren Rand des Fundamentes kann es unter Umständen notwendig sein, eine zusätzliche Drainage anzubringen, um Wasser abzuleiten. Gerade bei Häusern in Hanglage tritt dieses Problem des Öfteren auf.

Der eigentliche Bodenbelag, also Fliesen, Parkett oder Laminat sollte erst verlegt werden, wenn der Wintergarten steht. Das erspart eventuelle Beschädigungen beim Aufstellen der Rahmenelemente und erleichtert dem Handwerker die Arbeit, da nun nicht im Freien gearbeitet werden muss.

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Bild: Wintergarten-Ratgeber.de

Bodenbeete im Wintergarten

Blumentöpfe im Wintergarten – das kann jeder. Erst wenn die Pflanzen direkt aus dem Fußboden wachsen, erwacht ein realistisches Dschungelgef ühl in den heimischen vier Wänden. Die Begrenzungen des Wintergartens um den Boden herum werden nicht mehr wahr genommen und als fühlt sich fast so an, als stehe man in der freien Natur. Am bekanntesten ist diese Art
der Bodenbepflanzung wohl von den Gewächshäusern.

Um einen solchen Anblick heranzuzüchten und auch zu bewahren, sollte einiges beachtet werden. Dies beginnt direkt bei dem Standort der Pflanzen. Im Gegenteil zu den Pflanzgefäßen können die Plätze der Bepflanzungen in Bodenbeeten im Nachhinein nicht mehr verändert werden. Auch eine Anpassung der Pflanzen an ihre Entwicklung ist nicht mehr möglich. Um daraus resultierende Probleme zu vermeiden, ist es dringend notwendig, vor Beginn alles genau durchzuplanen und zu kalkulieren. Hauptsächlich der Entfaltung der Pflanzengattungen im Wintergarten muss hier viel Beachtung geschenkt werden.

Doch gibt es noch andere Aspekte zu beachten – die Erde. Sie bildet die Lebensgrundlage der einzelnen Pflanzen und sollte somit die richtige Zusammensetzung besitzen. Hierbei kann nur jahrelange Erfahrung helfen. Jedoch sollte die Erde mindestens einen Tonanteil von 30% haben, da sich der Ton sehr gut auf die Wasserversorgung und Nährstoffspeicherung der Pflanzen auswirkt. Will man ein starkes Zusammensacken des Substrats verhindern, sollte man Erdmischungen mit Blähton und Lavaanteilen bevorzugen. Beim Einsetzen der Pflanzen gibt es kaum große Unterschiede zu den Pflanzgefäßen, nur sollte man sie nicht tiefer einpflanzen, als sie es vorher schon im Topf gewesen sind.

Da ein Bodenbeet sehr weitläufig und durchgängig ist, sollte darauf geachtet werden, dass es nicht zu kalt wird. Je nach gewünschter Pflanze ist die Temperatur hier jedoch unterschiedlich, ebenso wie die benötigte Wassermenge. Jedoch gilt auch hier der Grundsatz beim Gießen: Weniger ist manchmal mehr.

Bild: Wintergarten-Ratgeber.de

Viktorianischer Wintergärten

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